Backups, die im Ernstfall wirklich funktionieren
Warum eine Kopie kein Backup ist, wie die 3-2-1-Regel funktioniert und woran man merkt, dass die Sicherung nur so tut als ob.
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Abhängigkeiten altern, Schnittstellen ändern sich, Sicherheitslücken werden öffentlich. Was passiert, wenn man nichts tut.
Software verschleißt nicht. Trotzdem funktioniert ein System, an dem drei Jahre niemand gearbeitet hat, oft schlechter als am ersten Tag. Nicht die Software hat sich verändert, sondern alles um sie herum.
Der wichtigste Punkt bekommt einen eigenen Abschnitt. Schwachstellen in verbreiteten Bausteinen werden veröffentlicht. Das ist gut, weil alle davon erfahren, und es ist gefährlich, weil auch Angreifer alle davon erfahren.
Wird eine Lücke veröffentlicht, gibt es kurz darauf automatisierte Scans, die das gesamte Netz nach verwundbaren Installationen absuchen. Es braucht dafür niemanden, der es speziell auf Sie abgesehen hat. Wer erst dann reagiert, wenn etwas passiert, hat das Zeitfenster bereits verpasst.
Nicht "weiterentwickeln", sondern lauffähig halten:
Der letzte Punkt wird gern übersehen. Ein Projekt, dessen Bauprozess seit zwei Jahren niemand ausgeführt hat, lässt sich im Ernstfall oft nicht mehr in Betrieb nehmen, genau dann, wenn es schnell gehen muss.
Der Aufwand verschwindet nicht, er verschiebt sich und wird teurer. Aus zwölf kleinen Aktualisierungen wird ein Migrationsprojekt. Aus einem Sicherheitsupdate wird ein Vorfall mit Meldepflicht. Aus einer angekündigten Schnittstellenabschaltung wird ein Ausfall im laufenden Betrieb.
Zusätzlich sinkt die Änderbarkeit: Wer eine dringende Anpassung braucht, muss erst drei Jahre aufgeschobene Arbeit nachholen.
Für ein durchschnittliches System reicht:
Das ist kalkulierbarer Aufwand mit sichtbarem Ergebnis, und deutlich günstiger als die Alternative.
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