Wann sich eigene Infrastruktur lohnt, und wann nicht
Eine ehrliche Rechnung: was Cloud-Hosting kostet, ab wann eigene Server günstiger werden und was dabei gerne vergessen wird.
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Warum eine Kopie kein Backup ist, wie die 3-2-1-Regel funktioniert und woran man merkt, dass die Sicherung nur so tut als ob.
Fast jeder Betrieb, der uns nach einem Datenverlust anruft, hatte ein Backup. Das Problem war nie, dass niemand daran gedacht hatte. Es war, dass die Sicherung etwas anderes gesichert hat als angenommen, oder dass sie sich nicht zurückspielen ließ.
Eine Datei zweimal auf derselben Festplatte hilft gegen einen versehentlich gelöschten Ordner. Gegen alles andere hilft sie nicht: nicht gegen einen Defekt der Platte, nicht gegen Verschlüsselungstrojaner, die sich durch alle erreichbaren Laufwerke fressen, nicht gegen ein abgebranntes Serverzimmer.
Ein Backup ist eine Kopie, die anderswo liegt, unabhängig vom Original ist und deren Rückspielweg getestet wurde. Fehlt eine der drei Eigenschaften, ist es eine Kopie.
Die Faustregel ist alt und immer noch richtig:
Der dritte Punkt ist der, an dem es in der Praxis scheitert. Eine externe Platte, die dauerhaft am selben Server hängt, steht im selben Raum und ist im selben Netz erreichbar, sie erfüllt also weder "anderer Ort" noch "unabhängig".
Viele ergänzen die Regel heute um eine 0: null Fehler beim letzten Rückspieltest.
Ein paar Warnzeichen, die wir regelmäßig sehen:
Ein Backup ist erst dann eines, wenn jemand es zurückgespielt hat. Nicht theoretisch, sondern tatsächlich, auf ein Testsystem, mit gestoppter Uhr.
Zwei Zahlen sollte jeder Betrieb für seine wichtigen Systeme kennen:
Beide Zahlen sind Geschäftsentscheidungen, keine technischen. Sie gehören besprochen, bevor die Technik ausgewählt wird.
Wer bei null anfängt, kommt mit vier Schritten weit:
Der vierte Schritt ist der, der am häufigsten wegfällt, und der einzige, der beweist, dass die ersten drei etwas gebracht haben.
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